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Minister Alexander Bonde besichtigt Holzwerk Kübler

Am Dienstag den 27.08.2013 war Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, im Rahmen seiner „Sommertour“ zu Gast beim Holzwerk Kübler.
Nach einer 30minütigen Betriebsbesichtigung begab sich die Delegation um Minister Bonde, welcher auch der Erste Landesbeamte des Kreises Calw, Dr. Frank Wiehe, Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger, Hans-Joachim Hormel (Leitender Forstdirektor bei ForstBW), Dr. Bernhard Hanisch (Leiter der Abteilung Waldwirtschaft des Landkreises), Johannes Schwarz (Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag) und Dietmar Lust (Direktkandidat der Grünen im Wahlkreis CW/FDS für die Bundestagswahl), Bürgermeister Stellvertreter Theo Schuon, Ortsvorsteher Michael Krammer sowie die benachbarten Sägewerksbetreiber Hans Graf (Nagold) und Helmut Graf (Haiterbach) angehörten, in den neuen Konferenzraum der Kübler GmbH.

In der 45 minütigen, sachlichen Diskussionsrunde, war es uns als Sägewerksbetrieb wichtig, dem Minister sowie den beiden Gästen aus der Partei „Bündnis 90 die Grünen“ die Risiken, welche die Sägeindustrie bei der FSC-Zertifizierung des Staatswaldes sowie beim Nationalpark Nordschwarzwald sieht, nahezubringen.

Wir sind der Meinung, dass Waldnutzung der beste Beitrag zum Klimaschutz ist. Neben dem Nationalpark (NP) sehen wir das noch größere Problem in der FSC-Zertifizierung. Diese fordert 5% der Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen. Wir haben Herrn Minister Bonde mit auf den Weg gegeben, dass man sich nicht an einer Prozentzahl aufhalten soll, sondern ausschließlich Flächen stilllegen darf, welche heute ohnehin schon nicht oder nur gering genutzt werden – etwa in Hochlagen oder an Steilhängen. Weiterhin müssen die schon vorhandenen Bannwaldflächen und – sollte er kommen – die Flächen des Nationalparks angerechnet werden.
Das Cluster Forst und Holz kann sich keine weitere Verknappung der Rohholzmengen leisten. Wir als Sägewerk das die Region mit hochwertigen Holzbauprodukten beliefert und 4 LKWs Rundholz pro Tag verarbeitet, haben heute schon Schwierigkeiten genügend Holz einzukaufen. Wir glauben nicht, dass NP und FSC keine negativen Auswirkungen auf die Versorgung haben wird, wie die Politik uns das suggerieren möchte.

Die FSC-Standards sehen ein grundsätzliches Verbot der bioziden oder chemischen Käferbekämpfung im Wald vor. Im Frühjahr und Sommer wird uns dies allergrößte Probleme verschaffen. Wir können als mittelständisches Sägewerk nicht die gesamte Holzmenge welche wir im Winter und Frühjahr einkaufen und für den Sommer lagern müssen, an unser Werksgelände fahren. Das bedeutet, dass ständig 4.000 bis 8.000 FM Holz im Wald gelagert werden. Weitere etwa 1.000 Fm lagern in Nasslagern. Sollte das Verbot der Schutzspritzung kommen werden große Teile des Holzes im Wald durch den Käfer (Nutzholzbohrer bzw. Lineatus) entwertet werden. Hölzer die vom Lineatus befallen wurden haben schwarze Bohrlöcher in den äußeren Zentimetern des Stammes und weisen Verfärbungen auf. Produkte aus einer solchen Rohware werden von den anspruchsvollen Kunden am Holzbau nicht akzeptiert. Selbst am Verpackungsholzmarkt können diese Hölzer nicht verkauft werden.
Wenn man auf eine Schutzspritzung verzichtet ist das eine biologische Bombe! Wir fordern von der württembergischen Landesregierung mit FSC hart zu verhandeln, so dass die Standards – wie etwa in der Schweiz – im Fall der Gefahr einer Wertminderung des gelagerten Rundholzes durch Käferbefall, eine Ausnahme vom grundsätzlichen Verbot zulassen. Besser wäre gar keine FSC-Zertifizierung im Staatswald. Wir meinen die PEFC- Zertifizierung reicht aus und ist die bessere Zertifizierung für alle Beteiligten.

 

Im Verlauf des Besuches wurde dem Minister auch der geplante Hallenneubau der Holzwerk Kübler GmbH sowie der Graf & Kübler GmbH & Co. KG (Abbundzentrum) vorgestellt. In der, zunächst nur einen Halle, soll eine hochmoderne Hundegger Abbundanlage vom Typ K3i sowie ein Montagetisch für Holzbau- Elemente untergebracht werden. Mit den Erdarbeiten zu dieser Halle soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
Wir haben uns bei Herrn Minister Bonde für die zu gesagten ELR-Fördermittel bedankt und betont wie wichtig es für uns ist, diesen Schritt in eine noch tiefere Wortschöpfung zu gehen.

 







Nach eineinhalb Stunden nahm Minister Bonde viele Eindrücke aus erster Hand von den Belangen der Sägewerksbetreiber nach Stuttgart mit und konnte sich als „Grüner Schwarzwälder“, wie er sich bezeichnet, zum Abschluss noch mit den Worten: „Vielen Dank für den freundlichen Empfang und die gute Diskussion über die Perspektiven der Holzwirtschaft, weiter viel Erfolg und erfolgreiches Schaffen!“ in das Goldene Buch der Stadt Haiterbach eintragen.







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